Ein erlebnisreicher Tag!
Nun ist es soweit. Ihr seid bestimmt schon alle gespannt auf meinen Bericht über den Tag hinter den Kulissen und hier kommt er:
Dieser Tag war ziemlich spannend, denn ich habe eine Menge erlebt. Ich habe gerührt, geschnitten, aufgefüllt, dekoriert .... Aber nun erstmal der Reihe nach.

(Wehe, jemand lacht über die Mütze!)
Um kurz vor 6h klingelte mein Wecker - eine ungewohnte Zeit für eine Studentin. Nicht für andere Menschen, denn es war schon viel los auf den Straßen und sogar der Bus fährt schon zu dieser Zeit zur Uni. Meine Müdigkeit verflog schnell, denn ich war gespannt auf das, was kommen sollte. Pünktlich um 7h standen Martin und ich vor dem Mensa-Eingang, wo wir von Herrn Bentzinger abgeholt wurden. Und dann ging es los.
Im Keller angekommen, wo sich die Küche und die Lagerräume befinden, wurden wir erstmal mit Kitteln ausgestattet. In meinen hätte ich zweimal reingepasst, aber vielleicht war das auch nur eine Vorsichtsmaßnahme, denn es gab schließlich viel zu essen :-)
Nachdem wir uns die bekannten grünen Mützen aufgesetzt hatten und unsere Straßenschuhe gegen andere ausgetauscht hatten, begleiteten wir Herrn Bentzinger in sein Büro. Dies grenzt direkt an die Küche und hat eine Glastür, die seinen Mitarbeitern immer offen steht. Natürlich hat er dadurch auch immer einen Blick auf die Küche. Herr Bentzinger hat sich wirklich sehr viel Zeit für uns genommen und hat alle unsere Fragen beantwortet. (Die allgemeinen Informationen über die Mensa und deren Mitarbeiter findet ihr in einem Beitrag von Martin in der Rubrik "Herz der Mensa".)
Personalführung ist die Kunst, den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet.
Dieser Satz hängt bei Herrn Bentzinger an der Pinnwand. Dass er seine Mitarbeiter über den Tisch zieht, kann ich aber nicht bestätigen. Denn das erste, was mir in der Küche aufgefallen ist, war diese angenehme Stille. Es gab kein Anzeichen von Stress, denn es ist alles perfekt geplant. Meine Vorstellung von einer Großküche war, dass permanent Stress herrscht, weil nicht genug Essen zubereitet wurde oder weil nicht schnell genug nachgekocht wird. Davon war nichts zu spüren.
Nach dem Gespräch im Büro des Chefs, zeigte Herr Bentzinger uns die Lagerräume, in denen die Zutaten für unser Essen lagern. An dieser Stelle ist vielleicht wissenswert, dass die Vergabe für die Aufträge an die Lebensmittellieferanten einmal jährlich erfolgt. Wenn z.B. Brokkoli ausgeschrieben wird, treffen sich die Köche der Mensen des Studentenwerks Schleswig-Holsteins und probieren die verschiedenen Angebote, die in mit Nummern gekennzeichneten Schälchen vor ihnen stehen. Wenn sie sich für ein Produkt entschieden haben, wird dieses auch gekauft, egal, ob es nun das teuerste ist, denn Qualität ist am wichtigsten!
Nach dieser Flut an Informationen hatten wir uns erstmal ein Frühstück verdient, das wir zusammen mit den drei Zivildienstleistenden der Mensa einnahmen. Und danach gings an die Arbeit. Dabei lernte ich auch Maik Goos kennen, der mich an an diesem Tag mit Arbeit versorgte. Zuerst schmeckte ich die Hühnersuppe ab, die an diesem Tag auf dem Menüplan stand. Und meine Meinung wurde durchaus beherzigt. "Falls etwas nicht schmeckt, sag´ich einfach, die Studenten haben gekocht", scherzt Maik Goos.

Hier schmecke ich die Suppe ab, Maik Goos wartet gespannt auf mein Urteil!
Weiter ging es mit einem Kraftakt für ein kleines Persönchen wie mich. 60kg Curry-Reis mussten umgerührt werden. Das Rührwerkzeug ähnelte einem Paddel, aber mit unserem handelsüblichen Kochlöffel wäre ich auch nicht weit gekommen. Auch der Schneebesen war größer als ich und die Größe der Suppenkelle könnt ihr selber auf dem Foto begutachten.

Hier ist Kraft gefragt!
Nun durfte ich als Naschkatze endlich an die Dekoration des Nachtischs. Ich hätte gern die Mitarbeiterin kennengelernt, die diesen täglich so liebevoll garniert, aber sie war leider krank. Vor einiger Zeit habe ich einen Zeitungsartikel über ihre Arbeit in der Mensa gelesen. Diesen findet ihr links neben dem Speiseplan im Eingangbereich der Mensa. Also durfte ich heute ihre Arbeit übernehmen. Die Puddings, Crèmes und Soßen waren bereits vorbereitet, ich übernahm die Dekoration. Dazu schälte ich Kiwis, Mandarinen und befreite Weintrauben von ihren Kernen... Maik Goos sagte, dass ich auf die Weintrauben gut aufpassen müsse, denn sonst würden sie von der Mitarbeitern verputzt werden.

Mit voller Konzentration bei der Arbeit
Gegen 12h wagte ich mich aus der Stille der Küche ins Getümmel nach oben zur Essensausgabe. Ich durfte die Capeletti auffüllen, wahlweise mit Tomatensoße oder mit Kräuter-Sahnesoße. Die Mitarbeiterin an der Essensausgabe sagte, dass die Männer gern auch mal ein bisschen mehr bekommen, die Frauen verlangen oft weniger. Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass ich es meistens nicht schaffe, alles aufzuessen, deshalb bestelle ich von vornherein schon weniger. Ist doch schade, wenn das weggeschmissen werden muss. Als die Schlangen immer länger wurden, habe wir uns die Arbeit geteilt, weil ich einfach zu langsam war. Ich habe nur noch die Soßen aufgefüllt. Ein wenig Übung gehört schon dazu.

Bei der Essensausgabe
Es war schon ziemlich ungewohnt, auf einmal hinter dem Tresen der Essensausgabe zu stehen. Aber irgendwie war es auch lustig, die anderen Studenten bei der Suche nach dem gewünschten Essen zu beobachten. Dazu fällt mir noch ein, dass ich mich oft gewundert habe, warum es ab und zu Gerichte gibt, die gar nicht auf dem Menüplan stehen. Wenn ein Gericht zum Beispiel so gut angenommen wird, dass abzusehen ist, dass es nicht reichen wird, macht sich der Koch unten in der Küche schonmal Gedanken, was er als Ersatz bieten kann. Das war an diesem Tag auch so. Der Kartoffel-Brokkoli-Auflauf neigte sich sehr schnell dem Ende zu, so dass Nachschub her musste. Deshalb hat Maik Goos schnell einen Nudelauflauf gezaubert. Wenn es also mal einen Tag gibt, an dem ihr nichts auf dem Menüplan für euch entdeckt, dann schaut trotzdem mal bei der Essensausgabe vorbei. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass auch noch etwas anderes dabei ist. Und wenn das auch nicht der Fall ist, gibt es ja schließlich noch die Salatbar oder die kleine Küche, in der es Currywurst und weiteres gibt.
Ich möchte betonen, dass sich die Mitarbeiter sehr viel Mühe geben, um uns hungrige Studenten zufriedenzustellen. Die Köche geben nur das Essen zum Verkauf, welches sie auch selber essen würden. Nach meinem Tag hinter den Kulissen freue ich mich schon auf weitere Köstlickeiten, die mit viel Liebe zubereitet werden.
Das war mein Tag in der Mensa-Küche. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Danke an Herrn Bentzinger und an Herrn Goos, die sich beide viel Zeit für uns genommen haben. Ich werde bestimmt noch öfter in der Mensa sein, aber diesmal vor dem Tresen!
Dieser Tag war ziemlich spannend, denn ich habe eine Menge erlebt. Ich habe gerührt, geschnitten, aufgefüllt, dekoriert .... Aber nun erstmal der Reihe nach.

(Wehe, jemand lacht über die Mütze!)
Um kurz vor 6h klingelte mein Wecker - eine ungewohnte Zeit für eine Studentin. Nicht für andere Menschen, denn es war schon viel los auf den Straßen und sogar der Bus fährt schon zu dieser Zeit zur Uni. Meine Müdigkeit verflog schnell, denn ich war gespannt auf das, was kommen sollte. Pünktlich um 7h standen Martin und ich vor dem Mensa-Eingang, wo wir von Herrn Bentzinger abgeholt wurden. Und dann ging es los.
Im Keller angekommen, wo sich die Küche und die Lagerräume befinden, wurden wir erstmal mit Kitteln ausgestattet. In meinen hätte ich zweimal reingepasst, aber vielleicht war das auch nur eine Vorsichtsmaßnahme, denn es gab schließlich viel zu essen :-)
Nachdem wir uns die bekannten grünen Mützen aufgesetzt hatten und unsere Straßenschuhe gegen andere ausgetauscht hatten, begleiteten wir Herrn Bentzinger in sein Büro. Dies grenzt direkt an die Küche und hat eine Glastür, die seinen Mitarbeitern immer offen steht. Natürlich hat er dadurch auch immer einen Blick auf die Küche. Herr Bentzinger hat sich wirklich sehr viel Zeit für uns genommen und hat alle unsere Fragen beantwortet. (Die allgemeinen Informationen über die Mensa und deren Mitarbeiter findet ihr in einem Beitrag von Martin in der Rubrik "Herz der Mensa".)
Personalführung ist die Kunst, den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet.
Dieser Satz hängt bei Herrn Bentzinger an der Pinnwand. Dass er seine Mitarbeiter über den Tisch zieht, kann ich aber nicht bestätigen. Denn das erste, was mir in der Küche aufgefallen ist, war diese angenehme Stille. Es gab kein Anzeichen von Stress, denn es ist alles perfekt geplant. Meine Vorstellung von einer Großküche war, dass permanent Stress herrscht, weil nicht genug Essen zubereitet wurde oder weil nicht schnell genug nachgekocht wird. Davon war nichts zu spüren.
Nach dem Gespräch im Büro des Chefs, zeigte Herr Bentzinger uns die Lagerräume, in denen die Zutaten für unser Essen lagern. An dieser Stelle ist vielleicht wissenswert, dass die Vergabe für die Aufträge an die Lebensmittellieferanten einmal jährlich erfolgt. Wenn z.B. Brokkoli ausgeschrieben wird, treffen sich die Köche der Mensen des Studentenwerks Schleswig-Holsteins und probieren die verschiedenen Angebote, die in mit Nummern gekennzeichneten Schälchen vor ihnen stehen. Wenn sie sich für ein Produkt entschieden haben, wird dieses auch gekauft, egal, ob es nun das teuerste ist, denn Qualität ist am wichtigsten!
Nach dieser Flut an Informationen hatten wir uns erstmal ein Frühstück verdient, das wir zusammen mit den drei Zivildienstleistenden der Mensa einnahmen. Und danach gings an die Arbeit. Dabei lernte ich auch Maik Goos kennen, der mich an an diesem Tag mit Arbeit versorgte. Zuerst schmeckte ich die Hühnersuppe ab, die an diesem Tag auf dem Menüplan stand. Und meine Meinung wurde durchaus beherzigt. "Falls etwas nicht schmeckt, sag´ich einfach, die Studenten haben gekocht", scherzt Maik Goos.

Hier schmecke ich die Suppe ab, Maik Goos wartet gespannt auf mein Urteil!
Weiter ging es mit einem Kraftakt für ein kleines Persönchen wie mich. 60kg Curry-Reis mussten umgerührt werden. Das Rührwerkzeug ähnelte einem Paddel, aber mit unserem handelsüblichen Kochlöffel wäre ich auch nicht weit gekommen. Auch der Schneebesen war größer als ich und die Größe der Suppenkelle könnt ihr selber auf dem Foto begutachten.

Hier ist Kraft gefragt!
Nun durfte ich als Naschkatze endlich an die Dekoration des Nachtischs. Ich hätte gern die Mitarbeiterin kennengelernt, die diesen täglich so liebevoll garniert, aber sie war leider krank. Vor einiger Zeit habe ich einen Zeitungsartikel über ihre Arbeit in der Mensa gelesen. Diesen findet ihr links neben dem Speiseplan im Eingangbereich der Mensa. Also durfte ich heute ihre Arbeit übernehmen. Die Puddings, Crèmes und Soßen waren bereits vorbereitet, ich übernahm die Dekoration. Dazu schälte ich Kiwis, Mandarinen und befreite Weintrauben von ihren Kernen... Maik Goos sagte, dass ich auf die Weintrauben gut aufpassen müsse, denn sonst würden sie von der Mitarbeitern verputzt werden.

Mit voller Konzentration bei der Arbeit
Gegen 12h wagte ich mich aus der Stille der Küche ins Getümmel nach oben zur Essensausgabe. Ich durfte die Capeletti auffüllen, wahlweise mit Tomatensoße oder mit Kräuter-Sahnesoße. Die Mitarbeiterin an der Essensausgabe sagte, dass die Männer gern auch mal ein bisschen mehr bekommen, die Frauen verlangen oft weniger. Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass ich es meistens nicht schaffe, alles aufzuessen, deshalb bestelle ich von vornherein schon weniger. Ist doch schade, wenn das weggeschmissen werden muss. Als die Schlangen immer länger wurden, habe wir uns die Arbeit geteilt, weil ich einfach zu langsam war. Ich habe nur noch die Soßen aufgefüllt. Ein wenig Übung gehört schon dazu.

Bei der Essensausgabe
Es war schon ziemlich ungewohnt, auf einmal hinter dem Tresen der Essensausgabe zu stehen. Aber irgendwie war es auch lustig, die anderen Studenten bei der Suche nach dem gewünschten Essen zu beobachten. Dazu fällt mir noch ein, dass ich mich oft gewundert habe, warum es ab und zu Gerichte gibt, die gar nicht auf dem Menüplan stehen. Wenn ein Gericht zum Beispiel so gut angenommen wird, dass abzusehen ist, dass es nicht reichen wird, macht sich der Koch unten in der Küche schonmal Gedanken, was er als Ersatz bieten kann. Das war an diesem Tag auch so. Der Kartoffel-Brokkoli-Auflauf neigte sich sehr schnell dem Ende zu, so dass Nachschub her musste. Deshalb hat Maik Goos schnell einen Nudelauflauf gezaubert. Wenn es also mal einen Tag gibt, an dem ihr nichts auf dem Menüplan für euch entdeckt, dann schaut trotzdem mal bei der Essensausgabe vorbei. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass auch noch etwas anderes dabei ist. Und wenn das auch nicht der Fall ist, gibt es ja schließlich noch die Salatbar oder die kleine Küche, in der es Currywurst und weiteres gibt.
Ich möchte betonen, dass sich die Mitarbeiter sehr viel Mühe geben, um uns hungrige Studenten zufriedenzustellen. Die Köche geben nur das Essen zum Verkauf, welches sie auch selber essen würden. Nach meinem Tag hinter den Kulissen freue ich mich schon auf weitere Köstlickeiten, die mit viel Liebe zubereitet werden.
Das war mein Tag in der Mensa-Küche. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Danke an Herrn Bentzinger und an Herrn Goos, die sich beide viel Zeit für uns genommen haben. Ich werde bestimmt noch öfter in der Mensa sein, aber diesmal vor dem Tresen!
BeritB - 16. Jan, 10:41
alexandra85 - 2. Feb, 15:41
Jetzt schreib ich dir ein kommentar
Also, du hast ja sehnsüchtig auf den Kommentar gewartet.
Hier ist er!!!
Dein Taext ist wirklich gut geworden.Und am besten finde ich ja die bilder.Das mit der riesen Kelle ist am besten, finde ich..Weil dein Kopf kleiner ist.:-)
Ich denke, dass nicht viele die Erfahrung gemacht haben, die du dort machen durftest.Es scheint ja ein toller Tag gewesen zu sein und ich finde es unglaublich, dass es dort so ruhig zu geht.Wir kenne das ja anders, nicht wahr??
So, ich muss jetzt mal los...
Viele liebe Grüße, Alexandra
Hier ist er!!!
Dein Taext ist wirklich gut geworden.Und am besten finde ich ja die bilder.Das mit der riesen Kelle ist am besten, finde ich..Weil dein Kopf kleiner ist.:-)
Ich denke, dass nicht viele die Erfahrung gemacht haben, die du dort machen durftest.Es scheint ja ein toller Tag gewesen zu sein und ich finde es unglaublich, dass es dort so ruhig zu geht.Wir kenne das ja anders, nicht wahr??
So, ich muss jetzt mal los...
Viele liebe Grüße, Alexandra
steffi.wermke - 2. Feb, 23:39
wow!
alle achtung!! erst mal ein superdickes lob für deinen einsatz zum wohle der studenten. den tag in der mensaküche stelle ich mir super interessant vor. finde deinen einsatz prima und euren web-lock auch. da steckt viel arbeit drin. supi!!
Nicole S. - 8. Feb, 15:11
Kompliment!!
Ich finde deinen Einsatz super, ich glaube ich hätte nicht soviel Engagement gezeigt - Hut ab!!!!
Es war sehr interessant deinen Beitrag zu lesen, jetzt weiß ich wie es hinter den Kulissen der Mensa aussieht....Danke ; ) !!!
Es war sehr interessant deinen Beitrag zu lesen, jetzt weiß ich wie es hinter den Kulissen der Mensa aussieht....Danke ; ) !!!

Klasse!!!